der muerzpanther
NACH OBEN NACH OBEN
 KINDER! GLAUBT DER WISSENSCHAFT NICHT IMMER! Das   Aussterben    der    Dinosaurier    am    Ende    der    Kreidezeit    geht    einer    neuen    Studie zufolge   allein   auf   das   Konto   des   berüchtigten   Chicxulub-Asteroiden.   Bereits   zuvor zunehmender    Vulkanismus    spielte    dabei    wohl    keine    Rolle.    Erst    der    plötzliche Einschlag     des    Asteroiden     vor     66     Millionen     Jahren     führte     zu     einer     massiven Versauerung    der    Ozeane,    fanden    Forscher    laut    Deutschem    Geoforschungszentrum heraus. Für   die   Phase   vor   dem   fatalen   Impakt   ist   demnach   keine   zunehmende   Versauerung der   Weltmeere   festzustellen.   Für   die   Fachwelt   ist   zwar   unstrittig,   dass   die   Kollision mit    dem    Asteroiden    ein    Massenaussterben    auf    der    Erde    auslöste.    Aber    es    gibt Hypothesen,   wonach   die   Ökosysteme   bereits   zuvor   durch   wachsenden   Vulkanismus unter Druck standen.
So    oder    so    ähnlich könnte    der    Astero- ideneinschlag      aus- gesehen    haben.    Die Wirkung      jedenfalls ist unbestritten! Foto: APA,
Belege   für   die   These   von   der   "Alleinschuld"   des   Asteroiden   am   Ende   der Dinos   leiteten   der   früher   in   Yale   tätige   Henehan   und   seine   Kollegen   aus den   Überresten   winziger   Kalkalgen   ab.   Deren   fossile   Überreste   geben nicht   nur   Auskunft   über   das   Ende   der   Dinosaurier,   sondern   zeigen   auch, wie sich die Ozeane nach dem fatalen Asteroideneinschlag erholten. "Unsere    Daten    sprechen    gegen    eine    graduelle    Verschlechterung    der Lebensbedingungen   vor   66   Millionen   Jahren  ",   erläuterte   Henehan.   Seine Ergebnisse   zeigten   auch,   dass   die   Ozeane   Millionen   Jahre   der   Erholung nach   dem   Einschlag   des   Asteroiden   brauchten.   Der   Studie   zufolge   waren die   Ozeane   nach   dem Aufprall   so   sauer,   dass   Organismen   nicht   überleben konnten, die ihre Schalen aus Kalk herstellten. Da    dadurch    viele    Lebensformen    in    den    oberen    Schichten    der    Ozeane ausstarben,   wurde   die   Kohlenstoffaufnahme   durch   Photosynthese   in   den Ozeanen    um    die    Hälfte    reduziert.    Dieser    Zustand    dauerte    mehrere zehntausend   Jahre,   bis   sich   Kalkalgen   wieder   ausbreiteten.   Es   dauerte jedoch   mehrere   Millionen   Jahre,   bis   sich   die   Fauna   und   Flora   erholt hatten    und    der    Kohlenstoffkreislauf    ein    neues    Gleichgewicht    erreicht hatte.
Entscheidende   Daten   dafür   fanden   die   Forscher   bei   einer   Exkursion   in den   Niederlanden,   wo   eine   besonders   dicke   Gesteinsschicht   aus   der   Zeit der   Kreide-Paläogen-Grenze   in   einer   Höhle   erhalten   ist.   "In   dieser   Höhle hat    sich    eine    besonders    dicke   Tonschicht    aus    der    unmittelbaren    Zeit nach   dem   Aufprall   angesammelt,   was   wirklich   sehr   selten   ist",   erklärte Henehan. In   den   meisten   Fällen   lagert   sich   Sediment   so   langsam   ab,   dass   ein   so abruptes   Ereignis   wie   ein   Asteroideneinschlag   in   den   Gesteinsarchiven schwer    nachzuvollziehen    ist.    Da    dort    so    viel    Sediment    auf    einmal abgelagert    wurde,    konnten    wir    genügend    Fossilien    für    die    Analyse gewinnen,     und     wir     konnten     den     Übergang     erfassen"  ,     berichtete Henehan. Der   Asteroid   schlug   bei   seinem   Impakt   den   Chicxulub-Krater   im   Golf   von Mexiko.    Bis    zu    75    Prozent    aller    Tierarten    starben    damals    aus.    Der Einschlag   markiert   die   Grenze   zweier   Erdzeitalter   -   der   Kreidezeit   und des Paläogens. Früher sprach man von der Kreide-Tertiär-Grenze.
So lebten sie, so brüllten sie …