der muerzpanther
Es ist erfreulich: Lang dauert es nicht mehr! Die   sogenannte   Biodiversität   -   das   Wort   hat   Potenzial   das   Wort   des   Jahrzehnts   zu werden   -   wird   zur   Zeit   auf   ungefähr   12   Millionen   Arten   geschätzt.   1   Million   davon sind gefährdet. Die   letzte   Medienmitteilung   des   IPBES   (Intergovernmental   Science-Policy   Platform on    Biodiversity    and    Ecosystem    Services)    erhärtet    nicht    nur    das    "subjektive" Empfinden   des   Artensterbens,   es   gibt   auch   den   Poltikern,   die   weltweit   für   diese Entwicklung   zuständig   sind,   neue   Argumente.   Sich   nämlich   aktiv   auf   dem   Papier   für die    Umwelt    einzusetzen,    mit    Fakten,    die    von    Experten    erhoben    wurden    zu argumentieren   und   in   Folge   neue   Steuern   erfinden   zu   müssen/   können.   Manchmal   ist es   wirklich   leicht.   Und   manchmal   unterstützen   wir   als   Konsumenten   das   auch   noch gerne.   Der   Mürzpanther   hat   sich   nicht   auf   die   Presseaussendung   der   Apa   verlassen, wir haben uns direkt die Mitteilung der IPBES angesehen. Um   die   trockenen   Fakten   etwas   flockiger   zu   gestalten,   hat   sich   der   Mürzpanther erlaubt,     Statements     und     Entscheidungen     des     Landes     Steiermark     bezüglich Flächenverbau   -   beispielhaft   und   mitverantwortlich   für   die   ökologische   Situation nicht nur dieses Bundeslandes - dazu zu stellen. Überraschung!
Es   ist   dem   Redakteur   nicht   entgangen: Besucher   der   Seite   wollen   diese   Bilder nicht    sehen.    Aber    wir    verursachen genau das! Foto: Chris Slupski.
Am    14.11.2018    schrieb    die    Presse:    "30    Fußballfelder    pro    Tag    für Österreichs   Wohlstand.   Seit   2001   hat   die   in   Österreich   verbaute   Fläche um   ein   Viertel   zugenommen.   Im   gleichen   Zeitraum   stieg   die   heimische Bevölkerung   um   9,1   Prozent.   Vor   allem   die   zunehmende   Verbauung   wird als      negativ      bzw.      problematisch      beurteilt.      Die      Österreichische Hagelversicherung, ein ständiger Mahner, warnt in einer Aussendung vor den    fatalen    Auswirkungen    des    unkontrollierten    Bodenverbrauchs    in Österreich.   In   Österreich   nahm   die   verbaute   Fläche   von   2001   bis   2017 um    rund    25    Prozent    zu,    sagt    Konrad    Pesendorfer    von    der    Statistik Austria.   In   absoluten   Zahlen   sind   das   rund   1.132   Quadratkilometer   oder anschaulicher ausgedrückt 2,5 Mal die Landesfläche Wiens." Wir   wollen   uns   aber   zunächst   dem   Prozess   des   Sterbens-   und Aussterbens widmen.   Dieser   ist   sicherlich   kein   Phänomen   der   letzen   Jahrzehnte   oder Jahrhunderte.
Aussterben   ist   ein   ganz   natürlicher   Vorgang,   seit   Jahrmillionen   sterben immer     wieder     Arten     aus,     allerdings     geschieht     das     durch     die Menschheitsentwicklung heute vor unseren Augen. Waren    es    früher    Prozesse    wie        Klimawandel,    Nahrungskonkurrenz, genetische   Ausdifferenzierung   oder   Naturkatastrophen,   die   die   Gründe für   das   Aussterben   lieferten,   verstärkt   sich   der   Einfluss   des   Menschen auf    natürliche    Ökosysteme    durch    die    exponentielle    Vermehrung    der Menschen     seit     dem     18.     Jahrhundert.     Damit     geht     die     Lebens- raumveränderung    vieler    Systeme    weltweit    Hand    in    Hand    in    einer Geschwindigkeit,   an   die   sich   natürliche   Tier-   und   Pflanzenpopulationen nicht     angleichen     können.     Die     Veränderung     und     Zerstörung     der Umweltbedingungen   gilt   daher   als   Hauptursache   des   Artensterbens.      Im Wirtschaftsbereich,   der   Fischerei   etwa,   spricht   man   von   „kommerziell ausgestorben“,   wenn   sich   die   Nutzung   einer   Art   ökonomisch   nicht   mehr rentiert.
So vielfältig - divers - ist die Fauna. Daneben erscheint sie uns in Farbenpracht und unglaublicher Schönheit! Fotos von links: Cosmic Timetraveler, Kal Visuals und David Clode, alle unsplash.
Nun   expandiert   der   Betrieb   weiter   und   wird   bei   der   Entwicklung   und Herstellung   völlig   neue   Maßstäbe   setzen.   Auf   einer   Fläche   von   rund   17 Fußballfeldern      wird      das      Unternehmen      ein      komplett      neues, nachhaltiges    Betriebsgebäude    errichten.    Als    Standort    wurde    eine Fläche   in   St.   Johann   in   der   Haide   an   der   A2-Abfahrt   Hartberg   gewählt. Das     Grundstück     liegt     in     den     von     Landeshauptmann-Stellvertreter Michael    Schickhofer    ausgewiesenen    Vorrangzonen    für    Industrie    und Gewerbe,         wo         schnelle,         einfache         und         unkomplizierte Betriebsansiedlungen     möglich     sind.     Kommunikation     Steiermark     8. Jänner 2019. Daneben   wird   die   Rolle   von   gebietsfremden   Tier-   und   Pflanzenarten,   die meist   durch   den   Menschen   eingeschleppt   werden,   immer   bedeutender. Diese   passen   sich   teilweise   sehr   leicht   an   die   neuen   Lebensbedingungen an,     finden     oft     keine     natürlichen     Feinde     vor,     vermehren     sich unverhältnismäßig    und    verdrängen    durch    den    Konkurrenzkampf    um Lebensraum    und    Ressourcen    die    eingesessenen    Arten.        Wenn    solche nicht-einheimischen    Arten     negative    Auswirkungen     auf     die     Umwelt haben, werden sie in Folge als invasive Arten bezeichnet. In    dem    Bericht    wird    festgestellt,    dass    etwa    1    Million    Tier-    und Pflanzenarten     vom    Aussterben     bedroht     sind,     viele     innerhalb     der nächsten      Jahrzehnte      und      damit      mehr      als      je      zuvor      in      der Menschheitsgeschichte.    Die    durchschnittliche    Abundanz    (Dichte)        an einheimischen   Arten   ist   in   den   meisten   großen   Lebensräumen   an   Land seit    1900    um    mindestens    20%    zurückgegangen.    Mehr    als    40%    der Amphibienarten,   fast   33%   der   Korallen   und   mehr   als   ein   Drittel   aller Meeressäuger sind gefährdet. Besonders   bedroht   sind   den   UN-Experten   zufolge   Insekten   -   ihre   Zahl hat   sich   in   Europa   in   den   vergangenen   drei   Jahrzehnten   bereits   um   rund 80    Prozent    verringert.    So    sieht    die    APA    die    Meldung.    In    der    IPBES
Aussendung   heißt   es   dazu,   dass   das   Bild   für   Insektenarten   weniger   klar ist,   die   verfügbaren   Beweise   jedoch   dafür   sprechen,   dass   aufgrund   einer vorläufigen   Schätzung   rund   10%   als   bedroht   gelten.   Daneben   sind   bereits 680   Wirbeltierarten   verschwunden   und   auch   der   Rückgang   an   Nutztieren fällt    in`s    Gewicht:    Ein    gutes    Zehntel    der    domestizierten    Rassen    von Säugetieren    ist    ausgestorben    und    weitere    1000    Rassen    gefährdet.    Das sind    die    Momente,    in        denen    man    sich    gerne    Massentierhaltung    wie Monokulturen   im   großen,   wirtschaftlichen   Stil   in   Erinnerung   ruft,   dass   in Supermärkten    ein    Angebot    rund    um    die    Welt    vorzufinden    ist    oder politisch    subventioniert,    Tiere    um    die    Welt    gekarrt    werden,    weil    in vielen   Teilen   klimatisch   eine   Haltung   von   Nutztieren   nicht   möglich   ist. Ich   rufe   in   Erinnerung:   Eine   Milchkuh   hat   ein   Leben   von   nur   3,2   Jahren im   Schnitt,   weil   sie   danach   für   die   Industrie   nicht   mehr   "wirtschaftlich" ist! Natürlich   ist   es   auch   höchst   verpönt,   Überbevölkerung   anzusprechen,   die in   den   meisten   Fällen   Entwicklungsländer   betrifft.   Den   Statistiken   kann man   entnehmen,   dass   die   ärmsten   Staaten   der   Welt   auch   die   höchsten Wachstumsraten    haben,    während    die    Bevölkerungszahlen    in    Europa stagnieren    oder    zurückgehen.    Dazu    nur    eine    Zahl:        Kairo    2014:    18,4 Millionen    Einwohner,    geschätzt    für    2030:    24,5    Millionen.    Aus    dem Bericht:     Die     städtischen     Gebiete     haben     sich     seit     1992     mehr     als verdoppelt.   Gemessen   daran   -   siehe   die   Relevanz   der   Gründe   unten   : Änderung     in     der     Landnutzung     -     tragen     diese     weltweiten     sozialen Verschiebungen   natürlich   immens   zum      Fortschreiten   des   Artensterbens bei.    Die    Nahrungsmittel    müssen    letztlich    auch    produziert    werden! "Ressourcengewinnung   und   -produktion   erfolgen   häufig   in   einem   Teil   der Welt,   um   die   Bedürfnisse   entfernter   Verbraucher   in   anderen   Regionen   zu befriedigen",   so   im   IPBES   Report   Prof.   Brondízio.   Und   gleichzeitig   hat sich   die   Produktivität   durch   die   Verschlechterung   des   Bodens   um   23%   der weltweiten Landfläche verringert.
Kairo und der Himmel über Kairo? Wahrscheinlich schon lange nicht mehr… Fotos: Sophia Valkova und Barth Bailey Unsplash;
267     Millionen     Euro     werden     in     die     steirischen     Autobahnen     und Schnellstraßen   investiert.   Der   Neubau   nimmt   dabei   heuer   deutlich   an Fahrt    auf,    knapp    mehr    als    141    Millionen    Euro    sind    für    die    beiden großen    Neubauprojekte    S    36    und    S    7        budgetiert.    Kommunikation Steiermark 15. März 2019.   „Ökosysteme,   Arten,   wilde   Populationen,   lokale   Sorten   und   Rassen   von domestizierten    Pflanzen    und    Tieren    schrumpfen,    verschlechtern    sich oder   verschwinden.   Das   wesentliche,   miteinander   verbundene   Netz   des Lebens   auf   der   Erde   wird   immer   kleiner   und   ausgefranst“,   sagte   Prof. Settele.   "Dieser   Verlust   ist   eine   direkte   Folge   menschlicher   Aktivitäten und    stellt    eine    direkte    Gefahr    für    das    menschliche    Wohlbefinden    in allen   Regionen   der   Welt   dar."   In   Österreich   muss   dagegen   die   wachsende Wirtschaftsleistung      durch      Migration      erhalten      bleiben,      um      zu gewährleisten,     dass     niemand     im     Alter     auf     alle     Möglichkeiten, sogenannte    "Bequemlichkeiten"    und    Errungenschaften    der    vor    allem technischen   Entwicklung   verzichten   muss.   Die   Freude   einen   glänzenden Laufkäfer     im     natürlichen     Habitat     eines     nicht     gemähten     Garten betrachten     zu     können,     verblasst     selbstverständlich     gegen     eine sprechende     elektrische     Zahnbürste,     social     media     Präsenz     auf     im Durchschnitt    2,3    Endgeräten,    stromverbrauchende,    kommunizierende und   intelligente   Haushaltsgeräte,   die   selbstständig   tagelang   den   Rasen mähen,   damit   nur   ja   kein   Hälmchen   zu   hoch   wird   und   der   Lebensraum nicht   durch   Käfer,   Spinnen   oder   sonstige   Insekten   verschandelt   wird. Wir   wollen   im   Winter   Erdbeeren   essen   und   im   Frühjahr   Frühkartoffel aus   Ägypten.   Wir   werden   am   I   Phone   die   Supermärkte   abklappern,   wo
es    die    billigsten    Äpfel    und    Weintrauben    aus    Brasilien    gibt    und    mit Düngemitteln aus Europa produzierte indische Tabakwaren. Um   die   Relevanz   des   Berichts   für   die   Politik   zu   erhöhen,   haben   die Autoren    des    Assessments    zum    ersten    Mal    in    dieser    Skala    die    fünf direkten     Treiber     der     Natur     mit     den     größten     relativen     globalen Auswirkungen     auf     der     Grundlage     einer     gründlichen     Analyse     der verfügbaren   Beweise   eingestuft.   Diese   Schuldigen   sind   in   absteigender Reihenfolge:   1.   Änderungen   in   der   Land-   und   Seenutzung;   2.   direkte Ausbeutung   von   Organismen;   3.   Klimawandel;   4.   Verschmutzung   und   5. invasive gebietsfremde Arten. Auf    einer    167.500    Quadratmeter    großen    Grundstücksfläche,    von    der rund    25.000    Quadratmeter    verbaut    werden,    entstehen   Arbeitsplätze für   rund   280   Mitarbeiterinnen   und   Mitarbeiter.   Die   Fertigstellung   des Logistikzentrums,    in    dem    54.000    Pakete    pro    Tag    sortiert    werden können,   ist   für   Sommer   nächsten   Jahres   geplant.   In   Vollbetrieb   wird das    Paketzentrum,    das    auch    über    eine    eigene    Photovoltaikanlage verfügen   wird,   rechtzeitig   vor   dem   Weihnachtsgeschäft   2020   gehen. Kommunikation Steiermark 18. März 2019 Die     Gründe     oder     die     eigene     Mitverantwortung     zu     leugnen,     der Ablasshandel,   der   politisch   durch   CO2   Zertifikate   betrieben   wird,   ist   in Wirklichkeit   der   Grund   für   die   Situation   der   Umwelt.   Aber   man   kann sich   ja   -   anstatt   einzuschränken   -   über   das   wahnsinnig   leistungsfähige Postverteilerzentrum    zu    Weihnachten    ein    Buch    über    Umweltschutz schicken lassen! Produziert in China!
Auf einem 167.500 Quadratmeter großen Grundstück, von dem rund 25.000 Quadratmeter verbaut werden, entstehen Arbeitsplätze.“
So rühmenswert ist der Verbau von Boden, dass man das in der Presseaussendung medienwirksam verwenden kann! Dafür ist “Nachhaltigkeit“ im Vokabular jedes Politikers enthalten! Auch von  LH-Stv. Michael Schickhofer. Dritter von links. Foto: Land Steiermark Bektas