Der Mürztpanther

Der  Kunstpanther

KULTUR

Eine Perle der Kunstgeschichte, eine Geburt und ein Besuch. Spätgotisch und zwei Monate alt. Schloß Blutenburg und die Kapelle.

Man nähert sich am Besten nicht über oder durch den Garten. Besonders ansehnlich ist er nicht. Trotz des Wassergrabens, auf dem die Enten und Blesshühner schwimmen. Man nähert sich in jenem etwas abgelegenen Stadtteil von München über die Zufahrts- straße. Ebenfalls: nicht besonders ansehnlich. Jedoch liegt auf seinem Weg St. Wolfgang - tief verschlossen und uneinsehbar!


Dominant wirken auch heute noch der eine oder andere Wehrturm, die die Anlage umgeben. Ziel des Weges jedoch ist die Kapelle! Wie viele dieser Anlagen oft zerstört und wieder aufgebaut. Doch ist soviel von der wunderbaren Struktur erhalten, dass es wahrlich eine Freude ist. Gerade an einem wunderbaren Herbsttag mit diesem außergewöhnlichen Licht. Rot und gold dominieren und verheißen Wärme. Also: ich begebe mich und Ihr begleitet mich.

Die Kapelle muß ich betreten und es sind Menschen da. Sie stören in Andacht, Muße und Betrachtung. Es flutet das Licht - über den Altar, der golden widerspiegelt. Die Kreuzrippen, die sich vor und über erheben, machen einen feinen, fast zierlichen Eindruck. Land eben. Von einer Großstadt ist nichts zu merken. Soweit ist es schon längst gekommen: man kann den Altar nicht näher betrachten, da sich eine Kordel in den Weg spannt. Was aber gibt es überhaupt zu sehen? Eine unglaubliche Körperdrehung, die Gnadenstuhldarstellung, ein unglaublicher Schmerz: die Stellung der Extremitäten: gequält, verdreht, geschunden. Blut überlaufen auf goldenem Hintergrund. Zwei Engel, mit Pfauenfedern beflügelt, kostbar bekleidet. Stoffe, die Tiefrot mit Gold mischen.

Das Licht kommt durch die Fenster und gibt der Szene irdische Ruhe. Gleichermaßen auffällig sind die kostbaren Holzarbeiten, die die Altäre umgeben. Kostbar in ihrer Qualität und feinen Handarbeit. Kostbar der Genuß.

Das Kernstück überwältigt: es ist die Darstellung der Verkündigung, es ist die Vorfreude, die uns das Wissen um Entstehung bringt. Mit zwei einhalb Monaten, meine liebe Elea Sofia, hast Du schon so viel Freude geschenkt. Dieses Kind überwältigt und der stille, wissende Ausdruck dieser und jeder Mutter ist so kostbar wie der goldbestickte Mantel. Ich glaube, dass in manch einem Moment jede Mutter einen goldbestickten Mantel trägt. Beachtet die Handstellung, sie hält bereits das Kind! und blickt führsorglich voller Erwartung zugleich hernieder! Die Innigkeit dieser Darstellung ist bedrückend, indifferent mahnend, wissend weihend hebt Gabriel seine Hand zur Verkündigung, und mitreissend -

aus: Wilhelm Hausenstein: Die Welt um München. Knorr & Hirth GmbH - muß ich zitieren: „Wahrhaftig, sie ist schön. Aber heute will mir scheinen, das inbrünstige Mittelalter sei an ihr matt geworden; die Muttergottes aus bemaltem Holz habe die Kühle der Vollkommenheit – jener Vollkommenheit, die verstimmt, weil sie zu keiner Sehnsucht mehr spricht. ….. Darum bin ich ein wenig traurig und suche umher. Es verlangt mich danach, festgehalten zu werden. Ich möchte überwunden sein von einem zwingenden Bild des Göttlichen; ein Bild möchte ich sehen, mit dem ein frommer Sinn mir das Herz aufrührt und zerlöst und wieder fest macht.“

Ich könnte mich bemühen, über - treffender finde ich keine Worte.

Dieser Ball lebt nicht von den Stars, dieser Ball lebt nicht von den Prominenten, dieser Ball schöpft aus der Kreativität des Landes: Aus seinen Bewohnern. Mit all seinen Vorzügen und Schönheiten. Gesungen, verspeist oder getanzt. Als Schuhplattler davor oder als Kernöl am Teller. Ein Konzentrat dessen findet man in dieser Form nur am Steirerball. Großartig ist ein wenig bescheiden. Für eine große Ballnacht.

Er ist der „fröhliganteste“ Ball, wie Ball Chef Andreas Zakostelsky  meinte:

der STEIRERBALL in Wien; ein Höhepunkt der Ballsaison; in der Hofburg.

Fasten bedeutet keineswegs auf etwas Unnotwendiges zu verzichten. Kein Alkohol, keine Schokolade, kein Kaffee. Das ist nicht Verzicht, sondern gefällige Eitelkeit unserer Zeit! Im Vordergrund steht der Vorteil, der erzielt wird. Erfreuen Sie sich an den wunderbaren Darstellungen, vergessen Sie darüber nicht, dass ein Nachbar von Ihnen manchmal Hilfe braucht; dass auch Viecher gut behandelt werden wollen; und so bedauernswert und tragisch es ist: das neueste Handy ist auch bald kaputt! Sehen Sie dazu das erste Bild der Galerie: die zweite und dritte Versuchung! Jesus auf dem Rücken tragend, steigt der Teufel den Fels empor. Dazu ist zu erfahren: „Der Weg, den ich gehe, ist kein Selbstzweck, er dient vielmehr den Menschen. Den Armen und Elenden, denen, die am Rande und im Schatten stehen, den Suchenden und Fragenden. Dieser Weg stellt mich nicht auf ein Podest oder ins Rampenlicht, dieser Weg endet am Kreuz.“ Fasten - auch weltlich - muß bedeuten, etwas Unwiederbringliches zu geben, ohne Erwähnung, ohne Zurschaustellung, ohne öffentlichen Dank!

Man findet so wenig über einen  Mann, der so unglaublich Schönes geschaffen hat. Von einem Maler namens Konrad von Friesach, der als Hauptwerk das Fastentuch zu Gurk - das velum quadragesimale - gestaltet hat. Gleichzeitig ist es das älteste und größte Fastentuch Kärntens. Schon die Maße beeindrucken mit  9 x 9 Metern! Aber vielmehr ist die Qualität der Ausführungen faszinierend! Dargestellt sind Szenen aus dem alten und dem neuen Testament.

Das Kinderbuch. Bübchen Sonnenschein`s wunderbare Welt.

Ihr lieben Kleinen, schaut mit Euren Eltern an, wie brav Bübchen Sonnenschein schläft.

Das müßt Ihr unbedingt ausprobieren: ab in`s Bettchen, Augen zu und schon könnt Ihr träumen. Von den verrücktesten Sachen. Was aber träumt Bübchen Sonnenschein?

Wenn ihr glaubt es zu wissen, schreibt es mir! Im Bübchen blog! Und ihr bekommt auf jeden Fall Antwort! Nur zu, probiert es aus!

Ihr lieben Kleinen. Habt Ihr es erraten?

Wovon träumt Bübchen Sonnenschein?  

Nein, es waren keine ach so hübschen Blümchen, nein! es waren keine geflügelten Fische, die auf die Weltuhr aufpassen, nein! es waren keine Sonnenstrahlen, die Zuckerguss geworden sind, nein! es war kein lieber Mensch, der den Glauben verloren hat, es waren:


                                 ----- WOLKEN           und


-                       --------- KROKODILE             und


                  ---- EINE KATZE MIT ROTEM  BART!


Aber das Allerwichtigste: Habt Ihr das Vögelchen im Maul des dritten Kroko gesehen? Es ist mutig und zwitschert!


Ihr lieben Kleinen! Bald gibt es ein neues Blatt!

Aber was denkt Ihr: träumt Bübchen Sonnenschein weiter, wacht er auf, unternimmt er etwas? Schreibt mir - am BÜBCHENblog -  was Ihr glaubt! Das nächste Blatt kommt bestimmt! Bleibt dran!

Das dritte Blatt läßt offen: schläft und träumt Bübchen Sonnenschein noch, oder ist er bereits auf Abenteuerreise!


Auch hier gibt es sooooo viele Tiere, sucht sie! Ich sehe eine ..... ? Was ? Eine was? Und grün soll sie auch noch sein; Sie wird euch gleich zwicken, wenn ihr zu nahe kommt. Wohin: genau - in den Finger und in Euer Popöchen! Also aufgepasst!

Könnt Ihr noch andere Tiere sehen?  Lest den Text unter dem Bild und bleibt dran! Es kommt noch etwas! Demnächst!

Beim vierten Blatt gibt es gar keine Zweifel mehr: Sonnenschein ist aufgewacht und freut sich sichtlich am Bunt des Kleides seiner Mama! Das unterstreicht auch das Rufzeichen, bleibt da noch eine Frage offen?

Zählen kann Bübchen Sonnenschein auch schon gaaaaanz weit: bis zehn! Könnt ihr das auch schon, oder eßt ihr noch Brei aus einem Glas?

Auf jeden Fall: Es geht weiter! Begleitet mich!

Sie sind jetzt seit fast 30 Jahren Künstlerischer Leiter der Neuberger Kulturtage (NKT) - wie haben sich in dieser Zeit das Programm, der Anspruch oder auch das Publikum verändert?

Stefan Vladar / SV: Unser Stammpublikum ist natürlich mit uns alt geworden, es kommen aber neue Leute dazu und somit findet im Publikum eine Fluktuation statt: Leute finden die Kulturtage toll und teilen das auch und bringen Freunde mit , die wiederum Freunde mitbringen ... und so finden Fluktuation und Auffrischung im Publikum statt.


Eher jüngeres Publikum oder das klassische Konzertsaal-Publikum im Alter von etwa 50+?

SV: Es geht natürlich dadurch, dass wir ein klassisches Kammermusik-Festival sind, eher in diese Richtung. Aber wir haben immer wieder unauffällige programmatische Adaptionen vorgenommen, die auch für jüngere Leute interessant sind: Wir haben immer wieder Jazz dabei oder auch Chansons oder das Wiener-Lied, unterschiedlichste Angebote, um ein Rahmenprogramm zu den klassischen Kammerkonzerten zu schaffen.






Eine Stufe unter der Widmung an Gott


Stefan Vladar, Pianist und Dirigent sowie Künstlerischer Leiter der Neuberger Kulturtage, wird am 16. Juli das Eröffnungskonzert im Münster dirigieren:

Mit Anton Bruckner’s 8. Symphonie steht ein Musik-Monument am Programm, dessen Aufführungsort sicherlich Bruckner’s Vorstellungen sehr entspräche.

Wir haben vorweg mit Stefan Vladar über das Festival & Publikum, Bruckner & Gott sowie über Subventionen gesprochen.

Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Neuberg, wie sind Sie darauf gestoßen und was hat Sie bewogen, die künstlerische Leitung zu übernehmen?

SV: Ich bin das erste Mal in diese Region im Alter von 16 Jahren gekommen, ich hatte einen Studienkollegen und Freund, mit dem ich Orgel studiert habe, und er kam aus Kapellen. Dort habe ich ihn besucht, und er hat beim Gottfried Holzer-Graf studiert, und Holzer-Graf hat ja damals die Kulturtage gleitet. Da haben wir des öfteren die Konzerte besucht, mit den  Leuten geplaudert. Nach meinem Gewinn des Beethoven-Wettbewerbs habe ich in der Folge zum ersten Mal in Neuberg gespielt, und zwei Jahre später hat Gottfried Holzer-Graf aufgehört, und dann hat man mich gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, das weiter zu machen. Ich war sehr überrascht, weil einen 22-Jährigen zu fragen, ein Festival zu leiten - das war schon eine mutige Sache. Ich habe zugesagt und bin noch immer dabei!


Das Budget für die Kulturtage wird um 10.000€ reduziert werden...

Dazu ist es schwierig, etwas zu sagen. Denn man muss ja dankbar sein, eine Förderung zu bekommen, und natürlich ist es nicht angenehm, wenn sie gekürzt wird - das ändert aber nichts an der Dankbarkeit, wenn wir sie bekommen. Subventionskürzungen sind leider momentan an der Tagesordnung, damit muss man leben. Für uns ist es halt unangenehm, weil das immer sehr kurzfristig geschieht, wir müssen Fristen einhalten, um die Ansuchen zu stellen, und wenn man die Ansuchen stellt, ist zumeist schon das Programm fertig, und dann muss man halt irgendwie ‚herumwurschteln’, dass man es noch irgendwie hinkriegt. Natürlich könnten wir ganz anders auftreten, wenn wir mehr finanzielle Mittel zur Verfügung hätten, aber das ist das ‚Hätti-Wari-Täti’ - das nützt aber nichts, wir haben, was wir haben und machen das Beste daraus. Ich glaube, die Region ist unglaublich aufgewertet dadurch, dass  seit vierzig Jahren im kleinen Neuberg so eine große Geschichte läuft.

Das muss man auch mal sehen - dass es nicht nur eine kulturpolitische, sondern auch eine regionalpolitische Initiative ist.

Haben wir beim Eröffnungskonzert am 16.7. ähnlich langsame, breite Tempi zu erwarten wie bei Celibidache?

SV: Also, so langsam wie bei Celibidache - weiß ich nicht, aber was ich von Celibidache gelernt habe ist, dass man ein Tempo ja nicht planen kann. Es ist etwas, das sich aus der Situation des Raumes, des Klanges, den man hört, entwickelt. Es ist so, dass man in einer so schwierigen Akustik wie dem Neuberger Münster selbstverständlich nicht die flottesten Tempi wird machen können. Die Musik wird schon mit breiten Tempi daherkommen. Bruckner’s Musik ist auf den ersten Blick so monumental und gigantisch, aber wenn man genau hinschaut, ist die Musik ja immer unglaublich polyphon, und wenn man diese Polyphonie hörbar machen will, muss man viel an der Binnendynamik im Orchester arbeiten, weil es von Bruckner sehr pauschal dynamisiert ist (das hängt mit seiner Vergangenheit als Organist zusammen). Wenn er ein ‚fortissimo’ will, dann schreibt er bei jedem Instrument ein ‚fortissimo’ - hier muss man sehr viel Retouche-Arbeit mit dem Orchster machen. Und diese wiederum muss man so gestalten, dass die Musiker genau wissen, was ihre Funktion ist, damit sie dann in einem akustisch komplizierten Raum für sich selbst die richtigen dynamischen Entscheidungen treffen, weil der Dirigent ja dann nicht mehr eingreifen kann. Das ist das Schwierige an der Arbeit bei Bruckner.


Was hat zu der Entscheidung geführt, Bruckner im Münster aufzuführen - ist es trotz schwieriger Voraussetzungen (z.B. Nachhall-Dauer) eine interessante Klangentwicklung?

SV: Es ist mit Sicherheit interessant und die Musik im Kopf des Komponisten eher für solche Räume gedacht als für Konzertsäle, weil seine Musik sehr stark immer wieder diesen sakralen Charakter hat. Bruckner war ja ein fast naiv-gläubiger Mann, daher ist der sakrale Raum schon das Richtige, mit all den Schwierigkeiten, die er bietet.


Welchen Stellenwert sehen Sie in der Widmung der 8. Symphonie an Kaiser Franz Joseph I.?

SV: Da muss man über den Charakter Anton Bruckner’s reden: Er war natürlich ein sehr kleinbürgerlicher Mann, der immer nach Anerkennung gegiert hat - so kommen auch die Widmungen zustande. Mit diesen Widmungen will man ja kein Geschenk machen, sondern jemandes Aufmerksamkeit bekommen. Bei der 9. Symphonie wusste er, war ihm klar, dass er Fertigstellung und Aufführung nicht erleben würde, daher war es nicht mehr nötig, von irgend jemandem einen Gefallen zu bekommen - außer von Gott persönlich. (Anm.: Die 9. Symphonie konnte Bruckner nur in 3 Sätzen fertigstellen und sie ist „dem lieben Gott“ gewidmet.)

Auf gut Wienerisch: Der nächste, von dem man was gebraucht hätte, wär’ halt Gott gewesen...


Wie gut kennen Sie die Slowakische Philharmonie?

SV: Ich habe mit ihnen öfters gespielt und kenne viele Musiker aus dem Orchester, weil ich oft mit der Cappella Istropolitana zusammengearbeitet habe, bei der sehr viele Musiker der Slowakischen Philharmonie spielen. Das ist ein sehr kultiviertes und sehr gutes Orchester und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.


Bleibt bei der Arbeit als Künstlerischer Leiter noch Zeit für Entspannung, Erholung in Neuberg?

SV: Ich habe eine sehr komplizierte und anstrengende Saison hinter mir ... so werde ich öfters nach Neuberg anreisen, aber ich muss auch mit meiner Familie Urlaub machen.


Danke für das Gespräch!

Ist die Zukunft der Neuberger Kulturtage sichergestellt, das Festival auch in den nächsten Jahren zu erwarten?

SV: ... Das ist zu erwarten, ja.


Zum Eröffnungskonzert mit Bruckner’s 8. Symphonie - wie sehr muss man sich als Musiker und Dirigent mit der Person Bruckner befassen, um seine Musik überhaupt wirkungsvoll und gut aufführen zu können? Wie haben Sie sich mit Bruckner beschäftigt?

SV: Ich beschäftige mich mit der Person Bruckner seit vielen Jahrzehnten, ich habe ja einmal Orgel studiert und da kommt man schon aus diesem Grund in ein Naheverhältnis zu Bruckner, weil er ja auch Organist war. Ich habe als Jugendlicher sehr viel in Chören gesungen, da haben wir oft Bruckner-Motetten gesungen, mein Vater war, mein Bruder ist ein großer Bruckner-Fan, ich habe seit der Kindheit Bruckner-Symphonien ‚rauf und runter’ gehört. Ich habe sehr viele Bruckner-Symphonien dirigiert, einige davon mehrmals, so zum Beispiel die Achte, und habe mich damit sehr intensiv beschäftigt. Als Jugendliche sind wir zu Celibidache nach München gepilgert...


GURK UND DAS FASTENTUCH

„ Bruckner war ja ein fast naiv-gläubiger Mann, daher ist der sakrale Raum schon das Richtige.....“



Neuberg an der Mürz: Festklänge zum 40jährigen Jubiläum der Neuberger Kulturtage - Anton Bruckner und seine 8. Symphonie betonen, dass die Kulturtage im Laufe der Jahrzehnte zum steirischen Kulturgut geworden sind. Das Publikum im Münster bedankte sich bei Dirigent (und kümstlerischem Leiter) Stefan Vladar und der Slowakischen Philharmonie mit langem und gebührendem Applaus.


Es war die würdige Synthese von Zeit und Raum: Anton Bruckner mit seiner gigantischen Achten im Kirchenraume des Münsters zu hören, war, was das Publikum des Eröffnungskonzertes erwarten durfte: ein wunderbarer Musikabend.


Unter Stefan Vladar’s Führung ließ die Slowakische Philharmonie eine insgesamt wohlausgewogene Achte erklingen, die - trotz des akustischen Unbills des prachtvollen, jedoch klanglich prekären Kirchenraumes - die Zuhörer begeisterte.

Denn das muss man feststellen: Die Klangeigenschaften des Raumes schaffen unlösbare Probleme, da Einzelstimmen wie vor allem Flöte oder Trompete deutlich, Klangkörper wie Streicher oder auch Bläser im Zusammenklang nur undeutlich wahrzunehmen sind.

Ändert aber nichts daran, dass Stefan Vladar nit der Slowakischen Philharmonie viele Stellen sehr schön musizierte, vor allem im Adagio des 3. Satzes und beispielsweise auch, wie der erste Satz langsam und ruhig atmend ausklang...



Bruckner`s Achte - In die Zukunft mit der Avantgarde der Vergangenheit

Anlässllich des 40jährigen Bestehens der Neuberger Kulturtage wurde, auch Dank der Sponsoren (u.a.) Energie und Land Steiermark sowie interessanterweise auch MA 31/Wiener Wasserwerke, die Zukunft des Festivals betont.

Geschäftsführerin Gunda Fahrnberger bedankte sich in ihrer Eröffnungsrede auch beim „Hausherrn“ , Pfarrer Dr. Dariusz Roth und vor allem bei dem treuen Träger der Kulturtage: dem Publikum.

Mit dabei an diesem Festabend: Landeshauptmann Hermann Schützenhofer, Neuberg’s Bürgermeister Peter Tautscher und der ehemalige Kulturminister Franz Morak: Dieser hat, wie Fahrnberger betonte, im Jahr 2000 die Neuberger Kulturtage in einer Rede „in einem Atemzug mit den Salzburger oder Bregenzer Festspielen genannt.“

Was dieser Eröffnungsabend auch unterstrichen hat, dem weitere Programm-Höhepunkte (bspw. Barto/Klavier, Skovhus und Vladar/Gesang und Klavier, Rachlin/Geige) folgen werden.