der muerzpanther
Das sportliche Highlight im Mürztal: Der Mürzer Oberland Naturpark Aquathlon Der   Begründer   und   Obmann   Gernot   Greylinger   organisiert   seit   fast   dreißig   Jahren   den Triathlon   in   Neuberg   an   der   Mürz.   Es   gibt   Klassen,   Wertungen,   Mindestbekleidungen   und sogar    eine    Penaltybox!    Dabei    ist    das    Verhalten    der    Wettkampfteilnehmer    fast    bis    ins kleinste   Detail   geregelt:   …   Dies   inkludiert   ua   das   Führen   von   Telefonaten,   Senden   und Erhalten   von   Textnachrichten,   Abspielen   von   Musik,   die   Verwendung   von   Social   Media sowie    das    Fotografieren.     Also    bitte:    keine    Selfies    während    der    Bewerbe:    1,5km schwimmen, 40 km radfahren und 10 km laufen. Was sonst für den Naturpark Aquatlon von Interesse ist, haben wir im Interview erfahren. … und für Spätentschlossene: fun-sports.at
So beginnt der Triathlon:  Disziplin 1, schwimmen!
dMP: Die Veranstaltung wurde von Fun Sports in`s Leben gerufen. Gernot   Greylinger:   Genau.   Ich   war   damals   auch   schon   bei   der   Gründung   des Vereins   dabei   und   den   Naturpark   Triathlon   gibt   es   bereits   seit   29   Jahren. Begonnen   haben   wir   mit   schwimmen   am   Schotterteich   in   Krieglach,   wobei   die Wechselzone     damals     noch     bei     der     Volksschule     in     Mürzzuschlag     war. Grundsätzlich   wollten   wir   alle   Bewerbe   in   Krieglach   organisieren,   gescheitert ist    es    daran,    dass    wir    keine    Förderung    bekommen    haben,    weil    wir    kein Krieglacher   Verein   waren.   Nach   zwölf   Jahren   haben   wir   dann   nach   Gesprächen mit   Franz   Urani   alle   Bewerbe   hierher   verlegen   können.   Der   Franz   hat   den schmalen    Kanal    ausgraben    lassen,    wodurch    wir    zwei    Runden    im    Teich schwimmen,   dann   durch   den   Kanal   und   so   genau   1500   Meter   bemessen   können. Auch    die    Gemeinde    war    gleich    begeistert.    Es    helfen    auch    viele    von    der Feuerwehr mit und die Anlage hier beim Urani ist immer sehr gepflegt. dMP: Der Vorteil hier ist, dass eben nur eine Wechselzone ist? Gernot:   Hier   haben   wir   alles   zusammen   und   müssen   nicht   herumfahren.   Im ersten   Jahr   sind   wir   noch   über   die   Straße   gelaufen,   was   zu   einem   riesigen   Stau bis   nach   Neuberg   zurück   geführt   hat.   Jetzt   laufen   wir   über   die   Wiese.   Man   kann
sich   kaum   vorstellen   wieviel   Verkehr   an   einem   Samstag   nach   Mariazell   ist!   Es ist   dadurch   ein   bisschen   ein   Crosslauf,   aber   es   kommt   gut   an.   Wir   wollen   aber auch   nicht   extrem   groß   werden,   es   sollte   eher   "familiär"   bleiben.   100   -150 Starter   sind   bei   uns   optimal.   Wir   wollen   die   Veranstaltung   nicht   vergrößern, sondern qualitativ verbessern. dMP: Wieviel Zeit mußt Du für das Event aufwenden? Gernot:    Die    ersten    Gespräche    führe    ich    gleich    beim    Zurückbringen    der Transparente.   Das   ist   zugleich   auch   das   Schwierigste:   Sponsoren   zu   gewinnen. Das   Sponsoring   müssen   wir   auch   auf   die   vier   Veranstaltungen,   die   der   Verein organisiert, aufteilen. dMP: Rentiert sich das wirtschaftlich? Gernot:   Ja,   sonst   würden   wir   es   nicht   in   der   Form   machen.   Der   Verein   soll   ja keine   Schulden   machen.   Und   es   helfen   am   Tag   des   Wettkampfes   auch   wirklich alle   zusammen.   Ich   teile   die   Leute   auch   so   ein,   dass   Jeder   weiß,   was   er   zu   tun hat.
Gernot    Greylinger    vor    der    Schwimmstrecke.    1500    Meter    wurden    im    Vorjahr    vom Schnellsten in 17 Min. 58 Sek. absolviert.  Respekt!
dMP:  Warst Du auch aktiv? Gernot:   Ich   war   25   Jahre   richtig   aktiv.   Bis   zum   Ironman   Hawaii.   Als   guter Hobbyleistungssportler.   Ich   habe   nie   davon   leben   müssen   -   lacht!   Ich   bin   sicher 35   Ironman   bis   hin   zu   österreichische   Meisterschaften   gelaufen!   Sport   betreibe ich   nach   wie   vor,   aber   keinen   Triathlon!   Wenn   man   trainiert,   sollte   man   auch einen Wettkampf machen.  dMP:   Gerade   die   ganz   Kleinen   waren   voriges   Jahr   mit   großer   Begeisterung dabei! Welchen Stellenwert hat diese Altersgruppe für den Triathlon? Gernot:   Eine   große!   Sie   können   gratis   starten   und   damit   ein   bisschen   in   den Sport    hineinschnuppern.    Bei    uns    kann    jedes    Kind    starten    -    auch    mit Schwimmflügerln! Es geht um den Spaß und - laufen kann jedes Kind. dMP: Manchmal verlaufen sie sich auch! Gernot:      Aber   auch   die   Erwachsenen!   Lachen!    Durch   den   Wettkampfstress.   Es gibt sehr, sehr Ehrgeizige! dMP:    Welchen    Wert    hat    die    Veranstaltung    sportlich    gesehen,    sind    die Siegerzeiten gut? Gernot:   Eigentlich   sind   sie   extrem   gut,   weil   wir   auch   immer   ein   hervorragendes
Starterfeld   haben.   Die   Bestzeit   vom   Nikolaus   Wihlidal   war   1:48!   Das   ist   eine wirklich   gute   Zeit!   Unser   Laufstrecke   ist   zwar   nur   9,5   km,   aber   bei   uns   darf man   nicht   Windschatten   fahren.   Das   ist   beim   olympischen Triathlon   erlaubt.   Bei unserem    Bewerb    passiert    das    auch,    aber    auf    der    Strecke    haben    wir Kampfrichter   auf   Motorrädern,   die   das   überwachen.   Die   Triathleten   müssen   10 Meter    nach    vorne    und    zwei,    drei    Meter    auf    die    Seite    einhalten.    Oder    sie überholen. dMP:   Nikolaus   Wihlidal   dominiert   hier   in   Neuberg   seit   langem   den   Triathlon. Ist   gerade   dieser   Umstand   ein   besonderer   Anreiz   für   die   Konkurrenten?   Ihn zu schlagen? Gernot:   Das   ist   immer   so.   Hier   starten   über   viele   Jahre   die   gleichen   Leute.   Sie kennen   sich   auch   fast   alle.   In   Klagenfurt   starten   Drei-   oder   Viertausend!   An jedem    Wochenende    werden    in    den    Sommermonaten    zwei,    drei    Triathlons veranstaltet.   Dabei   wollen   viele   bei   Wettkämpfen   nicht   antreten,   wenn   es   nur ein   kleines   Starterfeld   gibt,   weil   sie   nicht   zu   den   Langsamsten   gehören   wollen. Es   sollte   jeder,   der   darüber   lacht,   einmal   selbst   starten.   Einige   rufen   auch vorher   an   und   erkundigen   sich   nach   den   langsamsten   Zeiten.   Wir   setzen   in Neuberg   einen   Zeitrahmen   von   dreieinhalb   Stunden   -   das   ist   normalerweise   für Jeden zu schaffen. 
Die    Kleinsten,    die    teilweise    auch    mit    dem    Boot übergesetzt   werden,   machen   sich   bereit!   Da   werden auch die Schwimmflügerln aufgeblasen!
dMP:   Wie   wirken   sich   die   Wetterbedingungen   -   die   Temperaturen   -   auf   den Bewerb aus? Gernot:   Bei   uns   spielen   höchstens   die   Gewitter   eine   Rolle!   Die   Triathleten   sind es   gewohnt,   bei   hohen   Temperaturen   zu   laufen.   Die   Meisten   trainieren   aber auch   bei   diesen   Temperaturen.   Natürlich   gibt   es   bei   den   Wendepunkten   auch Verpflegung. dMP: Ist die Kulisse hier etwas Besonderes? Gernot:   Es   ist   mitten   in   der   Natur!   Heuer   können   wir   auf   der   Radstrecke   auch wieder in die Frein hineinfahren. dMP: Bringt die Strecke hier auch Schwierigkeiten mit sich?   Gernot:   Wir   laufen   hier   auf   Wiesen   und   Schotterwegen,   statt   auf   Asphalt. Eigentlich   wollten   wir   auch   hier   über   den   Radweg   nach   Mürzzuschlag   laufen,
aber   das   war   mit   dem   Autoverkehr   nicht   zu   machen,   weil   man   die   Straße kreuzen muss. Das ist auch gefährlich. dMP: Gibt es für Spätentschlossene noch eine  Nennmöglichkeit? Gernot:   Ja!   Man   kann   bis   eine   Stunde   vor   dem   Start   nennen.   Um   14   Uhr   ist   der Start,   bis   um   13   Uhr   kann   man   nennen.   Bis   jetzt   sind   100   Teilnehmer   für   die olympische   Distanz   gemeldet,   70   für   die   Staffel   und   auch   schon   Einige   für   den Aquatlon! Wir bemühen uns, dass der Sport auch die Jungen erreicht! dMP: Herzlichen Dank für das Gespräch!
Das   ist   die   herrliche Kulisse     des     Natur- park    Aquatlon.    Nor- malerweise     genießt man       diesen       mit einem      Getränk      - sitzend!