der muerzpanther
GELB, ROT, GRÜN - DIE FARBEN DER STEIRISCHEN ÄPFEL Zweifellos   hat   der   Apfel   vieles,   unter   anderem   einen   reichen   Vitamin   C   Gehalt,   der   die Immunabwehr   stärkt.   Daneben   ist   er   auch   das   beliebteste   Obst   der   Österreicher   und   davon hat   die   Steiermark   einen   Marktanteil   von   ca.   80%.   Demnach   ist   es   nicht   verwunderlich, weswegen der Aktionstag am 13. November so ausgiebig begangen wird - in der Steiermark! Die   repräsentative   Monarchie   kennen   wir   bereits   aus   England,   aber   auch   in   der   Steiermark hat    sich    diese    Form    der    Vertretung    seit    langem    bestens    bewährt:    mit    den    gewählten Hoheiten,   der   Apfelkönigin   Hanna   Schwarz   und   der   Apfelprinzessin   Judith   Maier.   Beide kommen   aus   „der“   Apfelregion   rund   um   Weiz   und   sind   immer   wieder   in   den   elterlichen Obstbaubetrieben tätig. Das   sind   ausreichend   Gründe   für   den   MÜRZPANTHER,   um   bei   der   Apfelkönigin   selbst   um   ein Interview über die Verpflichtungen, die so eine Wahl mit sich bringt, nachzufragen. Daneben   lesen   Sie   weiterführend   das   Gespräch   mit   Hr.   Ing.   Manfred   Kohlfürst    über   die wirtschaftlichen Aspekte der Apfelkulturen in der Steiermark.
NACH OBEN NACH OBEN
dMP:   Welche   repräsentativen   Aufgaben   haben   Sie   als   "Apfelkönigin"? Und welche mögen Sie, welche nicht ....? Hanna     Schwarz:     Als     Apfelhoheiten     vertreten     wir     die     steirische Obstwirtschaft    besonders    auf    Landesebene.    Wir    sind    aber    auch    auf Bundesebene    vertreten,    da    die    Steiermark    das    wichtigste    Apfelan- baugebiet   in   Österreich   ist.   Ich   persönlich   finde   den   Einblick   hinter   die Kulissen   der   Obstbranche   sehr   interessant.   Natürlich   gefällt   mir   auch das Zusammentreffen mit vielen unterschiedlichen Menschen.  dMP:    Sie    sprechen    in    Ihrem    Steckbrief    von    der    Wichtigkeit    der Öffentlichkeitsarbeit:   welche   Punkte   betrifft   das?   Vermarktung   oder Interviews? Hanna   Schwarz:   Dazu   möchte   ich   gerne   ein   Beispiel   bringen:   Vor   einigen Wochen   hat   es   die   Meldung   gegeben,   dass   im   Nationalrat   als   Snackapfel Pink   Lady®   angeboten   wurde.   Dieser   Apfel   darf   in   Österreich   nicht angebaut    werden    und    viele    wissen    das    gar    nicht.    Daraufhin    haben Vertreter   der   steirischen   Obstwirtschaft   mit   Apfelprinzessin   Judith   im Parlament    medienwirksam    steirische    Äpfel    überreicht.    Es    geht    also immer   wieder   darum   auf   die   Qualität   unserer   regionalen   Produkte,   in unserem   Fall   insbesondere   auf   Äpfel   hinzuweisen   und   sie   entsprechend anzubieten.    Natürlich    haben    wir    im    Rahmen    unserer    Krönung    und besonders   bei   der   Apfelwoche   mit   unseren   schönen   Apfeltrachten,   die vom Heimatwerk genäht wurden, für Medienbeiträge gesorgt. dMP:    Welche   Arbeiten    machen    Sie    am    elterlichen    Bauernhof    am liebsten,welche mögen Sie gar nicht? Hanna   Schwarz:   Bäume   schneiden   im   Winter   ist   eine   meiner   Lieblings- beschäftigungen. Im Sommer hingegen versuche ich das Ausdünnen (= Reduktion der Apfelanzahl am Baum) zu vermeiden.
dMP:   Was   werden   Sie   mit   Ihrem   Studium   an   der   BOKU   anfangen?   In der Steiermark bleiben? Hanna    Schwarz:    Grundsätzlich    wäre    die    Steiermark    angesichts    der vielfältigen    Möglichkeiten    im    Obstbaubereich    ein    guter    Ort    für    die künftige   Berufstätigkeit,   auch   die   Übernahme   des   elterlichen   Hofs   ist ein   Thema.   Da   ich   schon   zwei   Sommer   in   Deutschland   im   Obstbau- bereich   gearbeitet   habe,   überlege   ich   aber   auch,   mir   im   Nachbarland einen interessanten Job zu suchen. dMP:      Was   ist   für   Sie   der   Reiz   der   Steiermark   -   was   mögen   Sie besonders? Hanna    Schwarz:    Die    schöne    abwechslungsreiche    Landschaft    spricht natürlich   für   die   Steiermark   und,   dass   es   hier   die   besten   Äpfel   gibt!   Da ich    seit    meiner    Geburt    hier    lebe,    gibt    es    außerdem    viele    liebe Menschen,   die   ich   gerne   sehe.   Im   Übrigen   möchte   ich   auf   die   tolle Kulinarik   in   unserem   Land   hinweisen   -   vom   Most   über   das   steirische Kernöl bis hin zum Wein, alles lässt sich wunderbar genießen!  dMP:    Vertreten    Sie    auch    auf    Messen?    Wie    verhindert    gerade    das Corona   Virus   die   Vermarktung   -wie   schränkt   es   generell   auch   ein? Haben Sie weniger Termine wahrzunehmen? Hanna   Schwarz:   Wir   waren   im   Februar   noch   auf   der   Fruit   Logistica,   das ist    die    führende    Messe    für    den    Fruchthandel    weltweit.    Das    Virus verhinderte    dann    im   April    bereits    das   Apfelblütenfest,    später    noch verschiedene     kleinere     Veranstaltungen     sowie     im     September     das beliebte   Apfelstraßenfest.   Auch   die   bevorstehende   Apfelwoche   findet nur in einem sehr eingeschränkten Rahmen statt. dMP: Herzlichen Dank für das Gespräch!
Mehr Regionalität geht nicht mehr: Die Äpfel stammen von meinem Apfelbaum und die besondere Keramik, kombiniert mit Naturmaterialien von der Künstlerin Michelle Rabensteiner, von Ton in Ton art.  Foto: der MÜRZPANTHER
Die Apfelkönigin Hanna Schwarz. In einer eigens vom Heimatwerk kreierten Apfeltracht. In dieser finden sich wie man sehen kann auch die Farben der Früchte.  Foto: LK Stmk-Alexander Danner