der muerzpanther
SIE KOMMEN AUS DEN WÄLDERN Kinder!   Vergesst   unter   keinen   Umständen   das   Amulett   umzuhängen,   das   Euch   gereicht werden   wird!   Es   wird   euer   Schutz   im   Zauberwald   sein.   Wenn   sich   aus   den   Nebeln   der Märchen   die   Gestalten   nähern,   vorbei   an   gläsernen   Gebilden   der   Glasmanufaktur   Kaiserhof, ist es ratsam schön vorsichtig zu bleiben. Im   Ortsteil   Altenberg   an   der   Rax   (Achtung   Änderung,   nicht   im   Tirol!)    findet   heute   und morgen   zum   18.   Mal   der   Steirische   Zauberwald    mit   seinen   fabelhaften   Wesen   und   Tieren, mit   seiner   Mystik   und   Faszination   statt.   Seid   dabei   und   nehmt   für   Euch   etwas   von   dem Zauber mit ... so wie es der MÜRZPANTHER bereits erfahren hat. Der   MÜRZPANTHER   hat   sich   mit   den   Verantwortlichen   und   Mitwirkenden   des   Zauberwaldes für   ein   Interview   getroffen   und   hat   einiges   von   Hanni   Darnhofer,   verantwortlich   für   die Themenauswahl,   Siegfried   Darnhofer,   Obmann   des   Naturpark   Mürzer   Oberland   und   Andrea Nierer, selbst mitwirkend und für die Kostüme zuständig, erfahren.
ACHTUNG! Dieser Artikel enthält folgende Ausdrücke:
dMP:   Hat   heuer   die   Vorbereitung   auf   den   Zauberwald   wieder   mit   einem   Workshop   mit     Helmut Wittmann begonnen? Siegfried   Darnhofer:   Ja.   Aber   wir   sind   natürlich   davon   ausgegangen,   dass   der   Zauberwald bei   uns   in   der   Krampen   stattfindet   und   haben   den   Workshop   am   Tirol-Rundwanderweg gemacht.   Das   Unwetter   vor   knapp   vierzehn   Tagen   hat   uns   leider   einen   Strich   durch   die Rechnung   gemacht,   weswegen   wir   den   Zauberwald   kurzfristig   nach   Altenberg   an   der   Rax verlegen mussten. Das war natürlich eine große organisatorische Herausforderung! Hanni   Darnhofer:   Helmut   Wittmann   hat   uns   wieder   viele   Geschichten   gebracht,   wovon   wir einige   angenommen   haben,   andere   haben   wir   auch   wieder   selbst   entwickelt.   Durch   die Verlegung   nach   Altenberg   haben   wir   aber   einige   kurzfristig   umändern   müssen,   weil   die Geschichten   auch   immer   auf   den   Platz   und   die   dortigen   Gegebenheiten   zugeschnitten   sind. Auf Felsen, Wasser oder die Art des Waldes. dMP: Gibt es Vor- oder auch Nachteile bei den drei Spielstätten? Hanni:   Grundsätzlich   brauchen   wir   einen   Rundweg,   wie   in   den   Ortsteilen   Tirol,   Altenberg und   Mürzsteg   um   den Appelhof.   Natürlich   muss   er   auch   mit   Kinderwagen   gut   begehbar   sein. Wir wollen aber gerade die Wurzeln und die natürlichen Gegebenheiten. Siegfried: Jede Runde hat ihre Besonderheiten. Hanni:   Tirol   bietet   alles:   Felsen,   Wasser   und   Wald.   In   Altenberg   ist   der   Blick   auf   die   Rax wieder   ein Traum   …   und   in   Mürzsteg   auf   die   Veitsch   und   die   Umgebung   mit   dem   Jagdschloss, das   als   Sitz   des   Bundespräsidenten   dient.   Natürlich   müssen   wir   uns   die   Plätze   für   die Geschichten immer ein wenig herrichten. Daneben   brauchen   wir   an   zwei   Spielorten   auch   Möglichkeiten   für   einen   Bus   –   von   der   Firma Gschwindl dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt - der die Besucher bringen kann. dMP:   Ihr   habt   voriges   Jahr   auch   das   Thema   Klima   eingebaut   –   und   dann   müsst   ihr   heuer durch ein Unwetter alles ändern. Wird diese Thematik wieder aufgenommen? Hanni:   Wir   müssen   abwägen,   damit Themen   mit   Belehrungen   oder   Hinweisen   nicht   überhand nehmen.   Sie   sind   uns   durchaus   ein Anliegen,   wir   präsentieren   sie   aber   lieber   versteckt,   weil wir   die   Gäste   ja   auch   unterhalten   wollen.   Der   Zauberwald   soll   eine   andere   Welt   sein!   Aber jedes   Märchen   und   jede   Sage   bringt   auch   eine   Belehrung. Auch   heuer   wird   es   um   das   Klima gehen, den Umgang mit Lebensmitteln oder auch um die Gier …  Andrea: Auch bei unserer Geschichte wird es um Werte gehen und den human Touch.
dMP:   Wo   liegt   die   Gewichtung?   Soll   der   Zauberwald   unterhalten   und   zum   Nachdenken anregen? Hanni:   Die   Leute   kommen   in   ihrer   Freizeit   und   wollen   ein   bisschen   Auszeit   haben.   Sie erwarten   sich   –   so   wie   wir   es   auch   immer   anpreisen   –   in   eine   andere   Welt   zu   kommen.   In dieser   gehen   wir   ganz   bewusst   durch   die   Natur,   ohne Asphaltstraße!   Wir   wollen   auch   in   den Gruppen vermitteln, wie wertvoll uns die Natur ist und den Besuchern dieses Gut aufzeigen. dMP: Könnt ihr bereits etwas über den Inhalt verraten? Andrea   Nierer:   Ein   übergreifendes   Thema   gibt   es   nicht.   Bei   uns   geht   es   –   so   viel   sei   schon verraten   –   um   das   Zauberwaldmuseum .   Die   Besucher   werden   dort   vom   Museumsdirektor hingewiesen,   auf   keinen   Fall   etwas   anzugreifen   oder   zu   verändern!   Und   natürlich   gibt   es auch einen mystischen Spruch … wodurch es sehr zauberhaft und lustig im Museum wird! dMP: Wer gestaltet das Amulett? Hanni:   Das   gestalten   wir   jedes   Jahr   neu!   Wir   gleichen   das   Design   immer   auf   eine   Geschichte ab. Außerdem müssen sie auch kostengünstig sein, aber gleichzeitig nicht Massenware! Andrea:   Das   Amulett   spielt   heuer   auch   eine   Rolle,   dann   dürfen   es   die   Kinder   –   und   nur   die Kinder   –   mitnehmen.   Damit   sind   sie   vor   den   üblen   Gestalten   im   Wald   geschützt!   Mehr   wird aber noch nicht verraten! dMP: Sind die Kostüme bereits fertig und das Probieren? Andrea:   Wir   sind   schon   fast   fertig   –   das   eine   oder   andere   Kleid   und   ein   paar   Kostüme   für   die Kinder müssen noch fertig gemacht werden. Auch   Schüler   von   der   Naturparkschule   bringen   sich   alljährlich   mit   einem   Projekt   für   den Zauberwald   ein.   Schauspieler   haben   wir   heuer   ausreichend,   58   Mitwirkende   geben   seit April ihr Bestes! dMP: Gibt es noch Möglichkeiten, wie sich der Zauberwald entwickeln kann? Hanni:   Wir   überlegen   beim   Workshop   auch,   einen   Faden   durch   den   Zauberwald   zu   ziehen, befürchten   aber,   dass   es   dann   ein   Einheitsbrei   wird.   Grundsätzlich   muss   man   auf   die   Zeit und   die   Leute,   die   uns   ein   Feedback   geben,   reagieren.   Solange   aber   die   Geschichten   gut ankommen,   passt   es.   Mir   ist   der   Grundgedanke   des   Zauberwalds   wichtig:   In   diesen   zwei Tagen    soll    mit    möglichst    geringem   Aufwand    –    inzwischen    ist    er    allerdings    recht    groß geworden   –   mit   den   vielen,   vielen   Freiwilligen   der   Ort   und   die   Gegend   präsentiert   werden, gemanagt   vom   Naturpark.   Die   Leute,   die   hierher   kommen,   sollen   sehen,   wie   schön   es   ist. Mit   der   Gastronomie,   den   Wanderwegen   und   der   Landschaft.   Vielleicht   kommen   einige   dann wieder! dMP: Herzlichen Dank für das Gespräch und wir hoffen auf trockenes Wetter!
Siegfried        und        Hanni Darnhofer,   rechts   Andrea Nierer.     Kurz     vor     dem Zauberwald    Wochenende werden   noch   die   letzten Kostüme       genäht       und Szenen geprobt. Foto: der MÜRZPANTHER
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