der muerzpanther
NACH OBEN NACH OBEN
Vom Schauspieler zum Fotografen, von Sr. kaiserlichen Majestät zum Handwerker. Man   könnte   meinen,   dass   die   Geschichte   Künstler   macht,   wenn   man   die Ausstellung   über   den Fotografen   Franz   Josef   Böhm   in   Krieglach   besucht.   Diese   ist   aus   verschiedenen   Aspekten sehenswert;   einerseits   sind   es   die   historischen,   die   eine   Geschichte   der   Gegend   aufzeigen; dazu   kommt   der   künstlerische Aspekt,   der   Umgang   mit   Objekt   und   Technik;   und   letztlich   die Freude der Wiedererkennung. Sei es in Krieglach, Mürzzuschlag oder Neuberg an der Mürz.  Der   Fotograf,   der   eigentlich   als   Schauspieler   nach   Mürzzuschlag   gekommen   ist,   wurde   zu einem   bedeutenden   Zeitzeugen,   der   das   Geschehen   nach   1900   im   Mürztal   eindrucksvoll   im Bild   festhalten   konnte.   Dabei   fehlte   niemals   der   künstlerische   Zugang,   der   den   Bildern   die Handschrift verleiht und sie zu Kulturgut unserer Zeit werden ließ. Die   Kuratoren   Karlheinz   Wirnsberger   und   Bianca   Russ-Panhofer   beweisen   mit   der   Ausstellung im   Studierhäusl,   dass   Krieglach   nicht   nur   Synonym   für   Peter   Rosegger   ist.   Obwohl   jener zusammen   mit   Toni   Schruf   den   kunstsinnigen   und   kulturinteressierten   Fotografen   überzeugen konnte,   sich   in   Mürzzuschlag   niederzulassen.   Die   Ausstellung   "Fotopionier   des   Mürztales" begibt    sich    auf    die    Spuren    eines    Fotografen,    der    den    Bogen    seines    Schaffens    von    der Dokumentation   der   sozialen   und   ökonomischen   Entwicklung   einer   Region   der   1890-er   Jahre über    Auftragsarbeiten    der    Jagdausflüge    seiner    kaiserlichen    Majestät    zu    feinsinniger Portraitkunst   spannt.   Damit   ist   den   Kuratoren   gelungen,   einen   bedeutenden   Chronisten   des Mürztales   in   einer   spannenden   Ausstellung   dem   Publikum   nahezubringen.   Die   sehenswerten Werke    sind    bis    31.    Oktober    2019    ausgestellt.    Mit    einer    Garantie:    Der    Freude    etwas wiederzuerkennen - durch das Objektiv eines Künstlers. Der   Mürzpanther   hat   ein   Gespräch   über   F.   J.   Böhm   mit   der   Kuratorin   Bianca   Russ-Panhofer geführt und dabei wissenswertes und gegendbezogenes erfahren.
Eine Originalfotografie von Hof- und Kammer Fotograf Franz Joseph Böhm aus Mürzzuschlag. Filiale:  Neuberg.
dMP:   Woher   kommen   die   Ausstellungsgegenstände?   Sind   diese   teilweise original, weil auch verschiedene Fotopapiere verwendet worden sind. Fr.   Russ   Panhofer:   Es   sind   Reproduktionen,   weil   wir   aufgrund   der   klimatischen Bedingungen   keine   Originalbilder   zeigen   können.   Dazu   kommt   noch,   dass   es Reproduktionen   von   Glasplatten   sind.   Diese   liegen   bei   uns   im   Universalmuseum in   den   Multimedialen   Sammlungen   in   Graz.   Dort   ist   der   Bestand   inventarisiert und   digitalisiert. Aus   diesen   Digitalisaten   haben   Kurator   Karlheinz   Wirnsberger und   ich   eine   Auswahl   getroffen,   die   bei   einem   Fotografen   in   Mürzzuschlag gedruckt   worden   sind.   Die   unterschiedlichen   Papierqualitäten   sind   auch   daraus entstanden,    dass    wir   Abwechslung    in    die   Ausstellung    bringen    wollten.    Bei gewissen    Darstellungen    haben    wir    Fotopapier    gewählt,    auf    Anraten    des Fotografen    Ebner    in    Mürzzuschlag    bei    Portraits    auch    die    Fine    Art    Prints verwendet.   Bei   dieser   Ausarbeitungsart   konnten   wir   dann   auch   das   Glas   vom Rahmen weglassen. dMP:   Welche   Papiere   hat   man   original   zur   Zeit   von   Franz   Josef   Böhm verwendet? Fr.   Russ   Panhofer:   Man   hat   so   ein   Papier   verwendet   -   zeigt   darauf   (siehe   Foto unten)   -   und   es   auf   einen   Karton   cachiert.   Diese   gibt   es   in   den   verschiedensten Formaten mit Namen wie carte de visite, carte de cabinet, etc.  Bedeutung     haben     die     Visitenkartenporträts     als     erster     fotografischer Massenartikel,   der   sowohl   in   Massenproduktion   gefertigt   wie   auch   in   Massen verbreitet     wurde.     Als     Visitenkartenporträt     bezeichnet     man     einfache
Porträtfotografien,    die    Mitte    des    19.    Jahrhunderts    im    international    quasi- standardisierten   Format   von   6x9   cm   oder   2   1/2x4   Inch   –   also   etwa   in   der   Größe einer   Visitenkarte   der   damaligen   Zeit   –   verbreitet   und   in   Alben   gesammelt wurden.   Das   Verfahren   wurde   vorwiegend   genutzt   zwischen   1857   und   1866   und hielt   sich   danach   noch   etwa   bis   1900.   (Aus:   www.courios.at.)   Als   Cabinet- Karte,   bezeichnet   man   ein   Format   von   Fotografien   von   ca.   10   ×   15   cm,   die   auf Karton geklebt wurden. Sein   erstes   Atelier   hat   Franz   Josef   Böhm   1899   im   Garten   des   Hotel   Post   in Mürzzuschlag   eröffnet.   Er   fotografierte   wiederholt   Mitglieder   des   Kaiserhauses und    erhielt    dafür    Titel    und    Ehrengeschenke,    wie    auch    die    „Allerhöchste Auszeichnung Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I.“ Fr.   Russ   Panhofer:   Auf   der   Rückseite   des   Kartons   fand   sich   auch   immer   der Fotografenstempel     in     Prägung.     Im     Original     hat     eines     der     Bilder     des Seilbahnbaues   ebenfalls   diese   Prägung   im   rechten   unteren   Eck.   Das   sind   aber keine   Glasplattenreproduktionen,   die   hier   in   Krieglach   zu   sehen   sind,   sondern Reproduktionen   der   Originalbilder   von   einem   Sammler   in   Ratten.   Franz   Josef Böhm   hat   auch   die   unterschiedlichsten   Varianten   gepflegt,   sein   Firmenlogo   auf die   Karten   zu   drucken.   Manchesmal   geschwungen,   dann   hat   er   wieder   mit   F.J. Böhm   unterzeichnet,   auch   führt   er   das Atelier   in   Krieglach,   Mürzzuschlag   oder Neuberg   an   ...   Natürlich   darf   man   auf   die   verschiedenen   Wappen   wie   den kaiserlichen   Doppeladler   nicht   vergessen,   die   angeführten Auszeichnungen   des Kaiserhauses, des Zaren, usw.
Links:   Diese   Formate   sind   heute   nicht   mehr   üblich,   waren   aber   damals   der   „letzte   Schrei“.   Mit   Doppeladler.   Originalfotos:   Universalmuseum Joanneum.   Rechts:   Eine   für   die   Zeit   typische   Plattenkamera.      Die   Negative   waren   Fotoplatten,   eine   mit   einer   Fotoemulsion   beschichtete   Platte aus Metall oder Glas. Foto: Ausstellungsansicht.
dMP:     Sehen     Sie     die     fotografische     Arbeit     als     künstlerisch     oder dokumentarisch? Wo sehen Sie die Gewichtung? Fr.   Russ   Panhofer:   Ursprünglich   war   ein   rein   dokumentarischer   Hintergedanke vorhanden.   Wir   wollten   anhand   der   Fotos   von   F.J.   Böhm   die   Zeit   und   die Region    zeigen.    Der    Besuch    des    Zaren    1903,    die    Winterspiele    von    1904, Ereignisse   in   der   Region:      Ein   40   jähriges   Bestehen   einer   Feuerwehr,   oder   den Kanalbau   in   Krieglach.   Als   wir   uns   dann   aber   die   Fotos   genauer   angeschaut haben,    haben    wir    erst    den    künstlerischen    Wert    erkannt.    Wenn    man    die damalige   fotografische   Ausrüstung   bedenkt,   ist   das   auch   eine   hervorragende technische   Umsetzung.   Neben   der   Bildkomposition.   Daneben   waren   alle   von der Tiefenschärfe der Fotografien beeindruckt. dMP:   Viele   Portraits   zeugen   von   großem   künstlerischen   Verständnis   -   neben den Portraits gerade das E- Werk Foto! Die dokumentierte Technik der Zeit! Fr.     Russ     Panhofer:     Gerade     die     Generatorenhalle     ist     eines     meiner Lieblingsbilder.   F.   J.   Böhm   war   ein   sehr   kunst-   und   kulturinteressierter   Mensch mit    einem    sehr    starken    Willen,    etwas    unter    dem    künstlerischen    Aspekt festzuhalten   und   es   zu   zeigen.   Sonst   hätte   er   nicht   so   viel      -   neben   den Auftragswerken   -   dokumentiert!   Es   gibt   einzelne   Fotos,   die   aus   der   Serie ausbrechen,   die   den   Drang   zeigen,   etwas   rein   künstlerisch   festzuhalten.   Die Portraits   und   Gruppenaufnahmen,   die   sowohl   im   Freien,   als   auch   im   Atelier entstanden   sind,   haben   ihm   den   Großteil   seines   Geschäftes   eingebracht.   Ich kann   mir   vorstellen,   dass   die   Berufsgruppen   an   ihn   herangetreten   sind,   um sich    portraitieren    zu    lassen.    Egal    ob    bei    den    Einzelbildern    oder    den Gruppenaufnahmen   sieht   man   durch   das   Präsentieren   der   Arbeitsgeräte   auch den    Stolz    ihres    Standes.    Bei    dem    Gruppenbild    beim    Bau    der    Seilbahn    in Hönigsberg    genauso    wie    beim    Sägewerk    Baumgarten.   Aber    auch    bei    dem kleinen    Portrait    des    Schustermeister    -    die    Pfeife    verleiht    dem    Bild    eine Entspannung. 
Dass   Franz   Josef   Böhm   ein   sehr   interessierter   und   vielseitiger   Mensch   war belegt    unter    anderem    sein    Werdegang:    1874    als    Sohn    eines    kaiserlichen Gärtners   geboren,   kam   er   sehr   früh   bereits   mit   den   Werken   österreichischer Schriftsteller    wie    Grillparzer    oder    Anzengruber    in    Kontakt    und    besuchte regelmäßig   die   Theater   in   Wien.   Er   begann   eine   Buchbinderlehre,   absolvierte eine     einjährige    Ausbildung     zum     Schauspieler     und     arbeitete     auf     einer Wanderbühne.    Zeitgleich    begann    er    sich    für    das    Medium    Fotografie    zu interessieren und lernte das Handwerk von Alfred Alesi. dMP:   Ist   der   Blick   auf   das   Portrait   die   Besonderheit   im   Schaffen   von   F.   J. Böhm? Eine künstlerische Dokumentation? Fr.   Russ   Panhofer:   F.   J.   Böhm   hat   auch   den Auftrag,   den   Kaiser   zu   fotografieren nicht   durch   Zufall   erhalten.   Er   hat   bereits   -   obwohl   er   erst   1900   beruflich   zu fotografieren   begonnen   hat   -   in   der   Gegend   einen   guten   Ruf   gehabt.   Und   als der   Kaiser   nach   Mürzsteg   gekommen   ist,   ist   folgender   Auftrag   ganz   offiziell vom   Kaiserhaus   erteilt   worden:   Die   beiden   Herrscher   zu   begleiten   und   den Besuch     von     Zar     Nikolaus     II     zu     dokumentieren;     vor     allem     auf     den Jagdausflügen. dMP: Das sind beeindruckende Zeitzeugen - auch von den Wildstrecken! Fr.   Russ   Panhofer:   Auf   einem   Bild   schreitet   F.   J.   Böhm   selbst   eine   Strecke   ab und   hat   sich   auch   sehr   gerne   selbst   mit   in   das   Bild   genommen.   Somit   sieht   er sich   selbst   auch   schon   als   Teil   der   Geschichte!   Gerade   durch   die   offiziellen Aufträge   durch   den   Kaiser!   Er   hat   auch   die   Arbeit   zur   großen   Zufriedenheit sowohl    des    Zaren    als    auch    des    österreichischen    Kaiserhauses    erledigt! Deswegen    ist    ihm    in    den    folgenden    Jahren    schriftlich    als    auch    durch    die sogenannten    "Busennadeln"    neben    anderen    zahlreichen    Geschenken    des Kaisers   und   Angehörigen   des   Kaiserhauses   mit   den   Wappen   des   Herrschers   für die gute Qualität der Bilder Anerkennung erfahren. 
Diese   Portraits,   die   in   der   Ausstellung   zu   sehen   sind   zeugen   vom   künstlerischen   Zugang   des   Fotografen.Links:   Franz   Josef   Böhm   als   Vorleser,   um 1904,    Foto:    F.    J.    Böhm/Multi    Mediale    Sammlungen    Joanneum.    Mitte:    Schustermeister    Marhowski,    Mürzzuschlag    1916,    MMS    und    rechs: Ausstellungsansicht.
Die     Kuratorin     Fr.     Russ     Panhofer     zur Ausgangssituation     der     Ausstellung:     „Das aufzuarbeiten   ist   für   mich   als   Historikerin sehr   spannend   gewesen.   Es   gab   uns   auch die    Gelegenheit,    mit    einem    Bezug    zur Gegend   und   zu   Peter   Roseggers   Freund   das "Studierhäusl"     neu     zu     bespielen.     Wir wollten    unbedingt    einmal    etwas    aus    der Region für die Region zeigen.“
dMP: Werden noch Arbeiten im Familienbesitz vermutet? Fr.    Russ    Panhofer:    Das    wissen    wir    nicht,    allerdings    ist    die    Villa    Böhm    in Mürzzuschlag verkauft worden. dMP:   Ist   die   Ausstellung   auch   im   Licht   von   Tradition   zu   sehen?   Da   es   eher ein    lokales    Thema    ist?    Ich    persönlich    kannte    den    "Leobner    Schlitten" nicht... Fr.   Russ   Panhofer:   Die   Intention   für   diese   Ausstellung   war   nicht   Tradition, sondern   regionale   Geschichte   aufzuzeigen.   Das   aufzuarbeiten   ist   für   mich   als Historikerin   sehr   spannend   gewesen.   Es   gab   uns   auch   die   Gelegenheit,   mit einem   Bezug   zur   Gegend   und   zu   Peter   Roseggers   Freund   das   "Studierhäusl"   neu zu   bespielen.   Wir   wollten   unbedingt   einmal   etwas   aus   der   Region   für   die Region    zeigen.    Gerade    für    Besucher    aus    der    Region    ist    das    besonders spannend,   weil   sie   vieles   wiedererkennen   und   wieder   -   finden   werden.   Auch weil man den Vergleich von früher zu heute so direkt anstellen kann. dMP:   Das   betrifft   ja   nicht   nur   Krieglach   alleine,   sondern   auch   Mürzzuschlag und Neuberg an der Mürz! Fr.   Russ   Panhofer:   Obwohl   sie   erst   seit   kurzem   läuft,   haben   wir   schon   den Eindruck   gewonnen,   dass   die   Besucher   deswegen   kommen.   Wir   erfassen   auch die   Postleitzahlen,   dadurch   wissen   wir,   dass   die   BesucherInnen   vermehrt   aus der Region kommen. Toni    Schruf    gelang    es    nach    Stockholm    1901    im    Jahre    1904    die    zweiten Nordischen    Spiele    nach    Mürzzuschlag    zu    holen.    Dafür    engagierte    er    als Fotograf     Franz     Josef     Böhm,     der     folgende     Bewerbe     dokumentierte: Schneeschuhlaufen   über   20   km,   Skispringen,   Eisschnell   -   und   Eiskunstlauf, Eishockey,     Eisstockschießen,     Hörner-     und     Gasselfahren,     Rodeln     und Skikjöhring.   Wenn   Sie   nicht   alle   Sportarten   kennen,   empfehle   ich   Ihnen   die Ausstellung   zu   besuchen!   Weiters   hielt   er   im   Auftrag   diverse   in   Mürzzuschlag abgehaltene    Skikurse    fest.    Interessant    sind    die    Arbeiten    von    Böhm,    die 1922/23   die   längste   Materialseilbahn   zeigen,   aber   auch   die   verschiedenen Liegenschaften der Konsum- und Spargenossenschaft im gesamten Bezirk.
dMP: F. J. Böhm war ja kein Steirer! Fr.   Russ   Panhofer:   Nein.   Er   ist   für   Gastspielauftritte,   die   von   Toni   Schruf organisiert   wurden,   in   die   Steiermark   gekommen.   Die   Saison   eines   Theaters hat   von   November   bis   April/   Mai   gedauert   und   die   Sommerpause   hat   man   für Gastspiele   genutzt.   Sie   sind   im   Hotel   Post   beim   Toni   Schruf   abgestiegen,   auch waren   sie   sich   im   Interesse   an   der   Kunst   und   Kultur   nicht   ganz   unähnlich. Rossegger   und   Schruf   haben   ihn   letztlich   überredet,   hier   zu   bleiben   und   sich als Fotograf niederzulassen. dMP: F. J. Böhm war auch sehr belesen. Fr.   Russ   Panhofer:   Er   war   auch   Museumsgründer   und   sehr   umtriebig.   Er   war   als Mutlitalent    ein    sehr    guter    Schauspieler    und    Fotograf.    Er    hat    auch    viele Objekte   von   Rosegger   in   seiner   Villa   in   Mürzzuschlag   gesammelt.   Dadurch   hat er einen Grundstock gelegt, das Heimatmuseum zu bestücken. dMP:  Dazu braucht man aber jedenfalls Bezug oder Liebe zu den Dingen ... Fr.   Russ   Panhofer:   Das   hatte   er   von   Jugend   an.   Sein   Vater,   der   Gärtner   in Schönbrunn   war,   hat   ihn   in   die   österreichische   Literatur   eingeführt,   indem   er ihm   oft   vorgelesen   hat   und   ihn   bald   auch   in   das   Theater   mitgenommen   hat. Dort   hat   sich   die   Liebe   einerseits   zum   Theater   entwickelt,   auf   der   anderen Seite   hat   er   begonnen, Autografen   zu   sammeln.   Das   hat   sich   durch   sein   ganzes Leben   gezogen.   Es   gab   bald   Fotografien   von   Anton   Wildgans   mit   Unterschrift, von   Gerhart   Hauptmann   mit   Unterschrift,   die   lange   im   Roseggerstüberl   im Hotel    Post    gezeigt    wurden.    Daneben    hat    er    auch    über    österreichische Schriftsteller   Feuilletons   geschrieben   und   galt   auch   als   Anzengruber   Experte. Er   hat   auch   Gedenkveranstaltungen   für   ihn   organisiert.   Dabei   war   die   Witwe Anzengrubers auch Gast von F. J. Böhm. dMP:   Hat   es   zu   der   Zeit   im   Raum   Mürzzuschlag   auch   andere   Fotografen gegeben? Fr. Russ Panhofer: Ja. dMP: Herzlichen Dank für das Gespräch!
Geschichte     für     Kenner     und     Ausstellungsbesucher:     Der Leobner       Schlitten.       Ausflug       mit       Leobner-Schlitten, Mürzzuschlag 1911 Foto: F. J. Böhm/MMS